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Auspuffanlagen /2 Takt Auspuffanlagen

2 Takt Auspuffanlagen

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Alles, was du vor dem Kauf von Auspuffanlagen wissen musst

Wir alle lieben den Sound einer perfekt abgestimmten Auspuffanlage. Und die richtige Aftermarket-Auspuffanlage kann ein langweiliges Motorrad plötzlich fantastisch aussehen und klingen lassen. Aber was können Aftermarket-Auspuffanlagen sonst noch für dein Motorrad tun, und was solltest du vor dem Kauf wissen?

Warum Auspuffanlagen kaufen?

Es gibt mehrere Gründe, warum du deine aktuellen Auspuffanlagen gegen neue aus dem Zubehör austauschen möchtest. Zum einen können dir Aftermarket-Auspuffanlagen mehr PS und mehr Drehmoment bringen. Sie können diese Leistung auch auf die unteren, mittleren oder hohen Drehzahlbereiche verteilen, oder sogar über den gesamten Bereich. Das hängt ganz vom Design der Auspuffanlage ab.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist das Gewicht. Serien-Auspuffanlagen sind normalerweise sehr schwer. Aftermarket-Auspuffanlagen sind viel leichter, sorgen für einen besseren Sound, wenn sie mit einem anderen Auspuffschalldämpfer ausgestattet sind, und erhöhen neben der Leistung meist sogar die Kraftstoffeffizienz.

Was sind die Komponenten von Auspuffanlagen?

Auspuffanlagen bestehen aus einem Krümmer, einem Sammler, dann einem Mittelrohr und schließlich einem Auspuffschalldämpfer. Der Krümmer wird direkt am Zylinderkopf befestigt. Wenn dein Motorrad also zwei Zylinder hat, hat es für jeden Zylinderkopf einen eigenen Krümmer. Diese Krümmer führen dann zum Sammler und weiter zum Mittelrohr. Das Mittelrohr ist genau das, was es ist, nämlich das mittlere Rohr zwischen Krümmer/Sammler und dem Auspuffschalldämpfer.

Musst du dein Motorrad neu abstimmen?

Beim Kauf einer neuen Auspuffanlage solltest du bedenken, dass dein Motor viel besser atmen wird als im Serienzustand. Da der Motor nun freier atmen kann, verändert sich das Kraftstoff-Luft-Gemisch. Das kann dazu führen, dass dein Motorrad überhitzt, was wiederum Motorschäden verursachen kann. Deshalb musst du entweder die ECU neu mappen, wenn dein Motorrad ein Einspritzer ist, oder eine neue Bedüsung einbauen lassen, wenn dein Motorrad einen Vergaser hat.

Es kommt ganz darauf an, was du willst. Wenn es dir nur um einen besseren Sound und/oder etwas weniger Gewicht an deinem Motorrad geht, könntest du einfach einen neuen Aftermarket-Slip-On-Auspuffschalldämpfer kaufen. Der Vorteil dabei ist, dass du dir keine Gedanken über die Abstimmung deines Motorrads machen musst. Der Nachteil ist jedoch, dass er keine Steigerung der Leistung oder Performance bietet.

2-Takt- versus 4-Takt-Auspuffanlagen

Aufgrund ihres kürzeren Arbeitstakts sind 2-Takt-Motoren viel leistungsstärker als 4-Takter. Da 2-Takt-Motoren viel mehr Kraftstoff und Luft durchschleusen, haben sie große Expansionskammern, die bauartbedingt im Vergleich zum Serienzustand mehr Drehmoment, PS oder beides bieten können. Expansionskammern helfen dabei, Gegendruck in der Zylinderverbrennungskammer aufzubauen, in der das Kraftstoff-Luft-Gemisch gezündet wird. Das Ergebnis ist mehr Leistung und Effizienz.

Die Rohre von 4-Takt-Auspuffanlagen haben einen kleineren Durchmesser, da weniger Luft hindurchströmt als bei einem 2-Takter, und sie haben auch kleinere Expansionskammern. Zudem werden bei 4-Takt-Straßenmotorrädern manchmal Katalysatoren in das Mittelrohr eingebaut, ebenso wie Sensoren.

Warum nicht einfach Straight Pipes verwenden?

Straight Pipes ermöglichen den maximalen Luftdurchsatz durch die Auspuffanlage, was mehr PS bedeutet, aber sie bieten keinerlei Gegendruck. Das führt zu einem deutlich schlechteren Kraftstoffverbrauch und, wegen des fehlenden Gegendrucks, zu weniger Drehmoment. Normalerweise werden Straight Pipes nur bei Drag-Rennen verwendet. Zudem sind sie viel lauter und in den meisten Ländern nicht für den Straßenverkehr zugelassen.

Materialien für Auspuffanlagen

Jedes Material hat Vor- und Nachteile. Es gibt immer einen Kompromiss zwischen Gewicht, Hitzebeständigkeit, Langlebigkeit und Fertigungsaufwand. Manchmal wird in einer Auspuffanlage eine Kombination dieser Metalle verwendet.

Edelstahl: Ist sehr hitze- und korrosionsbeständig und einfach zu verarbeiten. Allerdings kommt es mit ständigen Hitzezyklen nicht ganz so gut zurecht.

Baustahl: Ist sehr langlebig und am günstigsten, ist aber nicht besonders hitzebeständig.

Keramikbeschichteter Stahl: Ist extrem hitzebeständig, korrosionsbeständig und sehr langlebig, erfordert jedoch eine komplexe Herstellung und ist teuer.

Aluminium: Sehr leicht, aber im Vergleich zu anderen Metallen weniger stabil.

Titan: Sehr stark, extrem langlebig und sehr leicht, aber schwierig zu verarbeiten, was sich in einem viel höheren Preis niederschlägt.

Weitere Materialien, die verwendet werden können, sind Chrom und Carbonfaser.